Sozialer Wohnraum für Schwentinental

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum hat auch für unsere Stadt eine hohe Priorität, so Bürgermeister Michael Stremlau. Vor diesem Hintergrund hat die Stadtvertretung in ihrer Sitzung am 30.06.2016 beschlossen, das stadteigene Grundstück Ecke Rönner Weg / Eiderstraße zu bebauen. Es sollen in Kooperation mit einem Bauträger / Investor bis zu 10 Wohnungen entstehen, für die sich die Stadt ein Besetzungsrecht einräumen lässt.

Nachdem die Bauvoranfrage vom Kreis Plön positiv beschieden wurde, können nun die ersten Schritte eingeleitet werden.

Zunächst müssen auf dem Grundstück Baumfällarbeiten durchgeführt werden. Dabei orientiert sich die Stadt an der geltenden Baumschutzsatzung. „Natürlich können wir uns die Baumfällarbeiten nicht selbst genehmigen, aber wir werden uns natürlich strikt an die Regelungen halten, die für alle Bürgerinnen und Bürger in Schwentinental gelten“, so Bürgermeister Michael Stremlau. „Nach unserer Baumschutzsatzung ist für sechs Bäume Ersatz zu schaffen. Die Arbeiten sollen am 30.01.2017 beginnen“

DieErsatzpflanzungen werden im Herbst 2017 / Frühjahr 2018 auf der städtischen Fläche am Torfweg vorgenommen. Als Baumarten kommen Erlen, Eschen, Ulmen, Bergahorn und Weiden in Betracht. Darüber hinaus wird zusätzlich „freiwillig“ eine Trauerweide gepflanzt.

Für die Krokuswiese schafft die Stadt Ersatz auf dem Hang gegenüber der Kindertagesstätte in der Dorfstraße. Dort werden 2.500 Krokuszwiebeln eingebracht. Es entsteht ein „leuchtender Farbklecks“, an dem Anlieger und Spaziergänger viel Freude haben werden.

Parallel wird die Ausschreibung für den Bau des Wohnhauses auf den Weg gebracht, damit möglichst noch in diesem Jahr noch mit den Arbeiten begonnen werden kann.


Pressemitteilung des Gewässerunterhaltungsverbandes

Pressemitteilung des Gewässerunterhaltungsverbandes (GUV) Schwentinegebiet im Kreis Plön
In den zurückliegenden Jahren sind einige Bäume zwischen den beiden Raisdorfer Wasserkraftwerken in das Gewässerbett der Schwentine gefallen und dort verblieben. Der Gewässerunterhaltungsverband, als nach dem Wassergesetz des Landes Schleswig-Holstein mit der Unterhaltung des Gewässers Verpflichteter teilt mit, dass zwischen dem 31.01.2017 und dem 28.02.2017 punktuelle Unterhaltungsmaßnahmen am Gewässer durchgeführt werden. Dabei werden einzelne, den Wasserabfluss störende Hölzer aus der Schwentine entfernt.
Da im Wasser liegendes Totholz auch als Unterstand für viele Fischarten dient, von im Wasser lebenden Kleintieren besiedelt wird und weitere Funktionen im Naturhaushalt erfüllt, verbleiben damit ökologisch wertvolle und derzeit nicht störende Baumstämme im Gewässer. Die Arbeiten werden von der Forstverwaltung der Stadt Kiel unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf Naturschutz- und Erholungsbelange durchgeführt. Der Umfang der Arbeiten wurde bei einer Ortsbegehung durch Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Plön, der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Plön sowie der Landesstelle Wasser des Naturschutzbundes (NABU SH) und des GUV einvernehmlich festgelegt.
gez.: Schröder


Satzung der Stadt Schwentinental zum Schutz des Baumbestandes


Vegetationstechnik im Landschaftsbau


Flyer zum NSG Altarm Schwentine


Umwelt und Naturschutz

Breitblättriges Knabenkraut
Buschwindröschen
Prachtlibelle
Wasseramsel
Eisvogel

Naturschutzgebiet „Altarm der Schwentine“

Das NSG „Altarm der Schwentine“ liegt zwischen der Rastorfer und der Oppendorfer Mühle innerhalb des Natura 2000-Gebietes „Untere Schwentine“.

Die Schwentine stellt mit ihrem Verlauf in einem eiszeitlichen Durchbruchstal eine Besonderheit dar. Ein kleines Teilstück dieses Flusses samt Altarm wurde 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, da der von steilen Uferhängen geprägte naturnahe Gewässerabschnitt Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere bietet. Das 19 ha große Gebiet umfasst neben dem Flusslauf, seinem Altarm und einem Nebenbach kraut- und artenreiche Ufer- und Hangwälder, Kleingewässer, Knicks sowie Grünlandgesellschaften.

 

Entstehung der Schwentine:

Schmelzwasserströme gruben nach der letzten Eiszeit die heutigen Täler des östlichen Hügellandes Schleswig-Holsteins aus. In einigen Tälern verblieben Ketten von Toteisfeldern zurück, so auch im Schwentine-Tal. Nach und nach tauten diese Toteisblöcke auf, so dass sich zunächst eine Treppe von aufgestauten Seen bildete. An einigen Stellen entstanden Durchbrüche und diese bildeten schließlich das Tal der Schwentine.

 

Lebensraum Fließgewässer:

Durch die meist turbulente Strömung kommen Fische wie Forellen, Ukelei, Quappe und Stichling im Altarm der Schwentine vor. Stark gefährdete Libellenarten wie Pech- und Smaragdlibelle sowie die Gebänderte Prachtlibelle finden hier einen geeigneten Lebensraum, da ihre Larven saubere Gewässer für ihre Entwicklung benötigen. Das schnell fließende Gewässer ist ein idealer Lebensraum für seltene und gefährdete Vogelarten wie Wasseramsel, Eisvogel und Gebirgsstelze , die im Gewässer ihre Nahrung finden. Die beiden letztgenannten brüten im Naturschutzgebiet. Die Wasseramsel nutzt das Gebiet als Rast-und Überwinterungsplatz.

 

Die Wasseramsel:

Unverkennbar ist dieser kleine, etwa 18 cm große, weiß gekehlte Vogel, der ständig knicksend auf einem Stein im schnell fließenden Gewässer der Schwentine oder dicht am Ufer anzutreffen ist. Von dort macht sie Jagd auf Insekten und Flohkrebse, denn sie kann sich sowohl auf als auch unter Wasser gut fortbewegen. Sogar am Boden des Gewässers kann sie laufen und Wasserinsekten, die sich unter Steinen verstecken, aufnehmen. Selbst in schnelle Strömungen stürzt sie sich. Ihr dichtes Gefieder ist mit Bürzelfett besonders gegen Wassereintritt geschützt. Unverdauliche Nahrungsreste werden als Gewölle wieder ausgeschieden. In Nordeuropa brütende Wasseramseln sind hier Wintergäste. Im März ziehen sie in ihr Brutgebiet nach Norwegen zurück, wo sie an überhängenden Uferböschungen entsprechender Fließgewässer oder in Gesteinsnischen ein mindestens 20 cm großes Kugelnest aus Moos und Wurzeln bauen. In südlichen Regionen Deutschlands ist sie wieder ein regelmäßig auftretender Brutvogel.

 

Ufer- und Hangwälder:

Naturnahe Uferwälder mit Schwarz-Erlen und Eschen prägen das Flussufer und die angrenzenden Flächen. An steilen Hängen wachsen seltene Hangwälder mit Eschen, Bergulmen und Hainbuchen, die vor allem im Frühjahr durch ihre artenreiche Krautschicht beeindrucken. Gelbes Buschwindröschen, Hohler Lerchensporn und Scharbockskraut sind als Frühjahrsgeophyten aspektbildend. Sie überdauern den Winter mit unterirdischen Organen wie Knollen, Zwiebeln oder verdickten unterirdischen Ausläufern (Rhizomen) und nutzen im zeitigen Frühjahr die lichtreiche Vegetationszeit vor dem Laubaustrieb der Bäume, um zu blühen und zu fruchten. Während des Sommers werden unterirdisch bereits die Blüten und Blattanlagen für das nächste Jahr gebildet.

An den Wurzeln der Erlen schmarotzt die Schuppenwurz, eine Pflanze ohne Blattgrün, welche die Nährstoffe durch ihren Wirt aufnimmt. An eher quelligen Standorten wächst das Gegenblättrige Milzkraut und auch die stark gefährdete Stengellose Schlüsselblume ist im Naturschutzgebiet vertreten.

 

Grünländer, Knicks und Kleingewässer:

Angrenzende waldfreie Flächen werden von Grünland, Knicks und Kleingewässer eingenommen und bereichern das Naturschutzgebiet mit seltenen Arten. In den feuchten Sumpfdotterblumen-Wiesen wachsen Breitblättriges Knabenkraut, Bach-Nelkenwurz und Gold-Hahnenfuß. Kleingewässer beherbergen zahlreiche Amphibien-Arten wie Erdkröte, Teichmolch, Wasser-, Gras- und Moorfrosch. Auch die Ringelnatter kommt hier vor. Neuntöter, Buntspecht und Waldkauz haben durch die Wälder und Knicks einen optimalen Lebensraum.

 

Das Schutzgebiet wird durch den NABU Schleswig-Holstein, Tel. 04321-53734 betreut.

 

Ihr Beitrag zur Erhaltung des NSGs „Altarm der Schwentine“

 

Auch Sie können durch Ihr Verhalten zum Schutz des Gebietes beitragen

  • Führen Sie bitte Ihren Hund an der Leine
  • Bleiben Sie auf den Wegen
  • Entnehmen Sie keine Pflanzen
  • Vermeiden Sie Störungen von wildlebenden Tieren
  • Helfen Sie mit, ihre Mitmenschen auf dieses schützenswerte Gebiet aufmerksam zu machen und für seine Erhaltung zu sensibilisieren

·        Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

 

 

Weitere Informationen zum Natura 2000-Gebietes DE 1727-322 „Untere Schwentine“ finden Sie im Internet unter: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/S/schutzgebiete/ffh/FFHSchutzgebiete.html?what=ffh
 

Schutzgebietsverordnung: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=AltSchwentNatSchGV+SH+%C2%A7+1&psml=bsshoprod.psml&max=true
 

 

Bildnachweise:

Wasseramsel: H. Schwarze

Breitblättriges Knabenkraut, Eisvogel: LLUR

Hohler Lerchensporn, Buschwindröschen: M. Kairies

 

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