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Osterbrief des Bürgermeisters

Liebe Schwentinentalerinnen und Schwentinentaler,

Ostern steht vor der Tür, die ersten Sonnenstrahlen entwickeln schon richtige Kraft und der Frühling setzt sich nach den zuletzt noch einmal sehr kalten Tagen langsam durch. Trotzdem will sich in diesem Jahr die Freude darüber nicht so recht einstellen. Uns alle belastet die Situation mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen gravierenden Einschränkungen sehr.

Aber was feiern wir an Ostern? Nach der Kreuzigung Jesu Christi vor allem die Auferstehung und damit das Leben. Aber damit das Leben wieder Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren kann, ist es wichtig, bis dahin die Regeln einzuhalten. Lassen Sie mich an dieser Stelle einmal DANKE sagen, dass so viele in unserer Stadt sich vorbildlich an die neuen Regelungen halten. Das macht mich wirklich stolz. Ich freue mich jeden Tag, wenn ich höre, dass es bei uns zu keinen nennenswerten Neuinfektionen gekommen ist und vor allem auch unsere stationären Pflegeeinrichtungen dank umfassender Sicherheitsmaßnahmen bisher „coronafrei“ sind. Hoffen wir, dass es so bleibt. Jeder kann mit seinem Verhalten dazu beitragen!

Bis auf wenige Ausnahmen verhalten sich unsere Jugendlichen ganz toll in dieser Situation, die für sie ganz bestimmt nicht einfach ist. Schule oder Studium, das Treffen mit Freunden, gemeinsames Chillen und Feiern, Sport im Verein und vieles andere, was das Leben von jungen Menschen ausmacht, sind im Moment nicht möglich. Das ist hart für Sie und dafür gilt Ihnen meine ganze Anerkennung!

Aber gerade auch für Familien ist diese Zeit nicht einfach. Kinder, die weder die Kita noch die Schule besuchen können und die keine Möglichkeiten haben, sich im Sportverein oder auf dem Spielplatz auszutoben, fordern viel Zeit und neue kreative Formen der Betreuung.

Wer nicht gerade in „systemrelevanten“ Bereichen arbeitet, bekommt vielleicht Kurzarbeitergeld und bangt um seinen Job und damit auch um die geplante Zukunft. Dazu noch die Kontaktbeschränkungen, die ein Treffen mit Freunden oder im großen Kreis der Familie unmöglich machen. Meine Bitte an Sie: Bleiben Sie geduldig und optimistisch. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Ganz sicher! Und vielleicht nutzen Sie diese Zeit mit Ihren Kindern, um als Familie noch enger zusammenzuwachsen. Gehen Sie gemeinsam mit Ihren Lieben in die Natur oder holen Sie Ihre Spielkarten und Gesellschaftsspiele aus dem Schrank. Es besteht die Möglichkeit, Ihren Kindern Zeit zu schenken, die Sie sonst nicht haben.

Zurück zum Osterfest. Lassen Sie uns gerade in diesem Jahr das Leben und den Frühling feiern. Schmücken Sie Ihre Häuser und Wohnungen wie gewohnt und suchen Sie den Kontakt mit denen, die Sie jetzt leider nicht sehen und besuchen können. Skypen Sie mit Ihren Kindern, Enkelkindern, Eltern und Großeltern oder auch mit Menschen, die Sie schon lange nicht mehr gesprochen haben und die Ihnen wichtig sind. Schreiben Sie Postkarten oder Briefe. Ganz egal. Wichtig ist, dass wir an unsere Lieben denken, auch wenn wir uns im Moment nicht besuchen können.

Vielleicht nutzen Sie die Zeit auch, um Ihr Zuhause noch schöner zu machen. Ihre Handwerker vor Ort helfen Ihnen gerne dabei und freuen sich, wenn Sie mit Ihren Aufträgen zu ihrem wirtschaftlichen Überleben beitragen. Es gibt so viele Möglichkeiten, diese besondere Zeit sinnvoll zu nutzen.

Zum Schluss bedanke ich mich von Herzen bei allen, die dazu beitragen, dass wir trotz aller Einschränkungen immer noch ein ziemlich normales Leben führen können. Allen Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel, Bau- und Drogeriemärkten, an Tankstellen, bei der Polizei, Banken, unseren Stadtwerken, der öffentlichen Verwaltung. Ich danke allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Kirchen und allen anderen, die dafür arbeiten, dass unsere Welt ein bisschen wärmer und menschlicher wird. Mein besonderer Dank gilt natürlich auch allen Pflegekräften, Ärztinnen und Ärzten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheits- und Pflegedienst. Sie leisten nicht nur großartige Arbeit, Sie riskieren auch Ihre eigene Gesundheit, um anderen Menschen zu helfen und beizustehen. Dafür können wir Ihnen alle gar nicht genug danken!!

Ich wünsche Ihnen ein schönes - wenn auch anderes - Osterfest. Lassen Sie sich nicht entmutigen, bleiben Sie optimistisch und versuchen Sie, diese Zeit auch positiv als eine Zeit der Ruhe und Besinnung zu erleben. Feiern Sie das Fest der Auferstehung und des Lebens. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Bestimmt! Vor allem aber wünsche ich Ihnen, dass Sie und Ihre Familien gesund bleiben!

Herzliche Grüße
Ihr Michael Stremlau

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